Finanzen und Versicherungen
Eltern müssen sich auf engere Haushaltskassen einstellen
Deutschlandweit klagen Familien immer öfter über finanzielle Probleme und leiden unter den sinkenden Löhnen und steigenden Kosten. Auch wenn es sich hierbei um ein bundesweites Problem handelt, steht schon heute fest, dass sich an dieser Tatsache in den kommenden Monaten auch kaum etwas ändern wird. Obwohl es bei dem Kindergeld zu Erhöhungen kam und Familien an anderen Stellen durch den Bund Entlastungen erhielten, sind die Haushaltskassen auch weiterhin eng geschnürt. Dabei dürfen sich Familien insbesondere in einzelnen deutschen Regionen auch weiterhin auf massive Belastungen einstellen. Als Vorzeigebeispiel kann dabei in diesen Tagen Essen genannt werden. Die deutsche Stadt muss Familien bei den Kita-Beiträgen erneut zur Kasse beten und reagiert dadurch auf die derzeit vorhandenen Probleme. Während man derzeit jedoch noch über mögliche Erhöhungen in der Stadt diskutiert, wächst bei vielen Eltern schon heute die Angst. Die Stadt möchte mit den höheren Elternbeiträgen insbesondere auf die wachsenden Kosten reagieren, die bei der Kinderbetreuung anfallen und die Haushaltskassen belasten. Im Vergleich zu 2008 stiegen im vergangenen Jahr die Kosten, die für die Stadt anfielen, um satte 9 Millionen Euro. Da es sich hierbei nicht gerade um einen geringen Betrag handeln, müssen Eltern mit massiven Mehrkosten rechnen. Dabei stellt sich natürlich eine ganz deutliche Frage. Viele Familien klagen schon heute über eng geschnürte Geldbeutel, ob sie sich künftig die Kinderbetreuung in einer Kita noch leisten können, ist demnach fraglich. Wie sich die Situation in Essen in den kommenden Monaten hinsichtlich der Finanzen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Allerdings dürfte es sich bei der Stadt keinesfalls um ein Ausnahmebeispiel handeln, sondern vielmehr um eine bekannte Option. Immerhin sind die Finanzen der Gemeinden in nahezu allen deutschen Regionen knapp und so muss langfristig an dieser Stelle mit dramatischen Einbrüchen und Veränderungen gerechnet werden. Die Leittragenden werden dabei nicht selten Familien mit Kindern sein.
Das Beamtendarlehen als preiswertes Kreditangebot
Das Angebot an Darlehen und verschiedenen Finanzierungen ist mittlerweile so umfangreich, dass sich nur wenige Verbraucher in dem Produktdschungel zurechtfinden. Neben dem klassischen Ratenkredit und der Hausfinanzierung gibt es Angebote, die nur den Wenigsten bekannt sind. Dazu gehört auch das Beamtendarlehen. Es steht ausschließlich für eine bestimmte Zielgruppe zur Verfügung, verspricht den Darlehensnehmern jedoch entscheidende Vorteile. Wie der Name bereits andeutet, richtet sich das Beamtendarlehen in erster Linie an Beamte, die einen Kredit aufnehmen möchten. Da sie über hohe Sicherheiten verfügen, erhalten sie von Banken günstigere Konditionen, die in Verbindung mit der Finanzierung gewährt werden. In Deutschland ist das Beamtendarlehen auch als Beamtenkredit bekannt. Bei diesem handelt es sich nicht um ein festgeschriebenes Kreditangebot, sodass verschiedene Finanzierungen als solches angepriesen werden können. Ein Beamtendarlehen unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von einem klassischen Kredit. So sind bei diesem Angebot die Laufzeiten wesentlich länger. In der Regel gewähren die Banken eine Kreditlaufzeit von bis zu 20 Jahren. Während dieser Zeit ist der Zinssatz festgeschrieben, sodass die Darlehensnehmer nicht mit Schwankungen rechnen müssen.
Die Zinssätze sind bei diesen Finanzierungen deutlich niedriger als bei klassischen Ratenkrediten, sodass die Bankkunden von geringen finanziellen Mehrkosten profitieren. Meist gewähren die Banken zudem geringe Tilgungsraten. In Verbindung mit der langen Laufzeit und den niedrigen Zinsen sorgen die vorteilhaften Tilgungsraten für kleine monatliche Raten, die durch den Kreditnehmer gezahlt werden müssen. Da die Raten vergleichsweise niedrig sind, sind die monatlichen Belastungen für den Kreditnehmer gering. Ein Beamtendarlehen bietet zudem eine hohe Flexibilität. So kann die Kreditsumme vergleichsweise frei eingesetzt werden. Sondertilgungen sind bei diesen Finanzierungen in der Regel problemlos möglich. Dabei entstehen durch die Sondertilgungen keine zusätzlichen Kosten, sodass Kreditnehmer flexibel am eigenen Schuldenabbau arbeiten können. Auch die komplette Tilgung der Darlehenssumme ist in der Regel ohne Probleme und ohne erheblichen Kostenaufwand möglich.
EU plant Einschränkung für Besicherung von Darlehen durch Immobilien
Laut aktuellen Medienberichten soll die Besicherung von Krediten durch Immobilien künftig deutlich erschwert werden. Demnach plant die EU Regelungen, die zum einen zu einer europaweit einheitlichen Bankenaufsicht führen sollen und zum anderen eine Sonderregelung, die bisher in Deutschland gilt, aufheben könnte. In der Bundesrepublik Deutschland ist es möglich, einen Kredit aufzunehmen, wenn man nur über die Hälfte des eigentlich erforderlichen Eigenkapitals verfügt. In diesem Fall muss jedoch die Besicherung des Darlehens durch eine Immobilie erfolgen. Diese Sonderregelung möchte der Binnenmarktkommissar der EU, Michel Barnier, nun aufheben. Die Privilegierung von Immobilien soll nach Ansicht von Barnier entweder komplett gekippt oder mit strengeren Auflagen versehen werden. Des Weiteren soll einheitliche Regelungen für die Bankenaufsicht auf Europaebene geschaffen werden. Experten rechnen damit, dass diese Entscheidung erhebliche Folgen nach sich ziehen könnte. So können Kredite in Deutschland erneut teurer werden. Werden Darlehen kostenintensiver könnte dies insbesondere den Mittelstand treffen, der Einschätzungen zufolge mit einer erheblichen Mehrbelastung rechnen müsste.
Den kritischen Stimmen in Deutschland schließt sich auch der Zentrale Kreditausschuss an. Der ZKA verwies darauf, dass die Pläne der EU Nicht nur unverhältnismäßig, sondern auch ungerechtfertigt seien. Nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses der deutschen Bankenverbände hatten Kredite, bei der Immobilien der Besicherung dienten, im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 250 Milliarden Euro. Alles in allem war die Besicherung von Darlehen durch Immobilien bisher eine deutschlandweit beliebte Lösung, die insbesondere von Unternehmen gern in Anspruch genommen werden konnte. Immerhin war es durch diese möglich auch dann eine Finanzierung zu erhalten, wenn das vorhandene Eigenkapital nicht ausreichte. Auch auf Seiten der Kreditgeber war diese Lösung überaus beliebt. Letztlich waren die Immobilien eine zusätzliche Absicherung. Zudem ermöglichten sie die Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen, die eigentlich nicht dafür infrage gekommen wären. Wann es genau zu Einschränkungen kommen wird, ist bisher jedoch unklar.
Privatbanken sollen am stärksten von Bankenabgabe betroffen sein
Bereits in den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass die Regierung an einer Bankenabgabe arbeitet. Durch diese sollen die Finanzunternehmen für die Folgen der Finanzkrise zur Kasse gebeten werden. Politiker möchten nach eigenen Aussagen vermeiden, dass der komplette Schuldenberg durch den Steuerzahler getragen werden muss. Zunächst war die Bankenabgabe jedoch ausschließlich eine Idee, mittlerweile scheint diese jedoch konkreter zu werden. Nach aktuellen Medienangaben sollten gerade die Privatbanken, die in der Bundesrepublik Deutschland zu finden sind, zur Kasse gebeten werden. Sie sollen den größten Anteil der geplanten Bankenabgabe stemmen. So sollen sie sich mit rund 900 Millionen Euro an der neuen Abgabe beteiligen. Die Landesbanken könnten somit zunächst aufatmen. Immerhin müsste durch sie nur noch ein Anteil von 200 Millionen Euro gewährleistet werden. Diese Angaben wurden bisher jedoch noch nicht von der Regierung bestätigt. Bereits zu Beginn wurde jedoch verwiesen, dass gerade stabile Finanzunternehmen wie die Sparkassen nur gering zur Kasse gebeten werden sollen. Anders sieht es jedoch mit den Unternehmen aus, die durch riskante Geschäfte ins Wanken geraten sind.
Die Bankenabgabe soll jedoch nicht der Refinanzierung der Schulden der Bundesrepublik dienen. Die neue Abgabe soll in einen Fonds fließen. Dieser soll in der Zukunft der Abwehr neuer Krisen dienen und den Finanzmarkt langfristig stabilisieren. Jedes Jahr würde die Bankenabgabe dabei rund 1,18 Milliarden Euro in den Fonds spielen. Ob diese Abgabe wirklich realisiert wird, bleibt jedoch abzuwarten. Immerhin sind sich die deutschen Politiker gerade bei der Detailgestaltung der neuen Abgabe nicht einig. Die Finanzkrise sorgte weltweit für eine dramatische Wirtschaftskrise. Zahlreiche Unternehmen gerieten dabei ins Wanken. Unter ihnen waren auch in Deutschland zahlreiche Traditionsbetriebe. Millionen Menschen wurden arbeitslos und müssen seitdem mit Existenzangst kämpfen. Doch auch der Anlagemarkt wurde durch die Krise geprägt. So setzt man heute weniger auf Rendite als vielmehr auf verschiedenste Sicherheitsaspekte.